Bürgerbeteiligung zur Entstehung des neuen Stadtteils

Bei den Planungen zu Freiham wird Bürgerbeteiligung groß geschrieben. Im April 2018 wurde der städtebauliche und landschaftsplanerische Wettbewerb für den zweiten Realisierungsabschnitt des im Norden liegenden Wohnbereichs entschieden, der von drei Bürgerdialogen begleitet wurde. Damit eine Verzahnung mit derartigen Beteiligungsformaten möglich war, unterteilte die Stadt München den Wettbewerb in zwei Phasen und hob die Anonymität der teilnehmenden Büros nach der ersten Phase auf. Die drei Bürgerdialoge waren ähnlich aufgebaut: Zunächst gab es Informationen aus erster Hand zu Planung und Wettbewerb. Dann waren die Bürgerinnen und Bürger gefragt: Im ersten Dialog waren wichtige Leitziele zu erarbeiten, die Anregungen flossen in den Auslobungstext ein. Im zweiten Dialog war zu den architektonischen Entwürfen, die es in die zweite Stufe geschafft hatten, Stellung zu nehmen. Die Büros nahmen die Sorgen und Wünsche der Bürgerschaft in die Überarbeitungsphase mit. Im dritten Bürgerdialog wurde der Siegerentwurf kritisch unter die Lupe genommen. Diesmal fließen die Anmerkungen in die Erstellung des Rahmenplans ein, der auf Grundlage des Siegerentwurfes erstellt wird.

Auch zur Verkehrsanbindung von Freiham Nord an den bestehenden Stadtteil Aubing fand eine Bürgerbeteiligung mit zwei Workshops statt. Ein dritter Workshop wird folgen.

Bis in Freiham die Bagger anrollen, erfahren einige Flächen eine spannende Zwischennutzung: Südlich des Aussichtsturms nahe der S-Bahn-Station Freiham gibt es seit 2016 einen Freiluftsupermarkt, in dem Bürgerinnen und Bürger Gemüse pflanzen, jäten und ernten können. Regelmäßig finden dort Veranstaltungen statt. 2017 kam die Freiluftbox am Westkreuz hinzu. Dort werden die Produkte aus dem Freiluftsupermarkt und von benachbarten Landwirten zum Kauf angeboten.