Neuperlach macht sich fit für die Zukunft

Die „Entlastungsstadt“ Neuperlach geht auf einen Wettbewerb zurück. Von 1967 bis 1982 entstand nach dem Leitbild „Urbanität durch Dichte“ eine Trabantenstadt auf der grünen Wiese mit 21.000 Wohnungen. Seit einigen Jahren befindet sich die oft kritisierte und bei ihrer Bewohnerschaft beliebte Großwohnsiedlung durch Neubau- und Sanierungsprojekte im Wandel. Im Herbst 2016 wurde ein Großteil Neuperlachs zum Untersuchungsgebiet erklärt. In den nächsten Jahren werden vorbereitende Untersuchungen der Stadtsanierung durchgeführt. Diese werden von einem intensiven Informations- und Beteiligungsprozess begleitet, der am 12. Februar 2020 mit einer Auftaktveranstaltung eröffnet wurde. Ziel ist es, die Neuperlacher*innen von Beginn an in die Planungen miteinzubeziehen.

 

Gemeinsam mit den vorbereitenden Untersuchungen wird für Neuperlach ein integriertes Handlungsraumkonzept erarbeitet: Die Bereiche Bildung, Soziales und Gesundheit sollen ausgebaut, das Wohnumfeld soll gestärkt werden. Auch bezahlbaren Wohnraum zu erhalten und neu zu schaffen ist ein wichtiges Ziel. So soll die soziale Durchmischung erhalten bleiben.

Ausblick

Welche Ideen und Visionen haben Neuperlacher*innen für ihren Stadtteil, in dem sie auch in 20 Jahren noch gerne leben? Der Mitwirkungsprozess geht weiter: Ab sofort können sich alle Bürger*innen über die Website stadtsanierung-neuperlach.de in den Prozess einbringen und auf dem Laufenden bleiben. Das mobile Stadtteilmanagement macht derzeit Station am Vorplatz des Kirchenzentrums St. Monika (dienstags 10 bis 13 Uhr, mittwochs 15 bis 18 Uhr und donnerstags 14 bis 17 Uhr) in der Nähe des Karl-Marx-Zentrums. Darüber hinaus ist ein Schreibtisch im Kulturhaus (Albert-Schweitzer-Straße 62) eingerichtet. Aufgrund der aktuellen Lage entfallen die Aktionswoche und die Vorbereitungsgespräche mit wichtigen Akteuren und Institutionen vor Ort.

 

Mit den vorbereitenden Untersuchungen schafft die Landeshauptstadt die Voraussetzungen dafür, dass der Stadtteil Neuperlach über mehrere Jahre hinweg Fördermittel aus dem Programm „Soziale Stadt" erhalten kann. Dieses Städtebauförderungsprogramm des Bundes gibt es seit 1999. Die Stadtsanierung ist ein erfolgreiches Instrument der Stadtteilentwicklung. Die Fördermittel sollen in den Gebäudebestand, das Wohnumfeld und die Infrastruktur fließen - für mehr Generationengerechtigkeit, Familienfreundlichkeit und Integration im Quartier.