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D – Qualitätsvolle und charakteristische Stadträume

Die Ausführungen in Kapitel D beinhalten die Themen, die auch im STEP2040 eine große Rolle spielen: Stadt der kurzen Wege, städtebauliche Qualitäten, Siedlungsentwicklung, Klima- und Naturschutz, Mobilität, öffentliche Räume und Wohnen.

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PS: Fehlt Ihnen noch etwas wichtiges für die Perspektive München?

Gibt es wichtige Aspekte, die in der Fortschreibung der Perspektive München aus Ihrer Sicht nicht berücksichtigt wurden und sich dort nicht wiederfinden lassen? Oder haben Sie weiterführende Rückmeldungen zur Perspektive München ohne konkreten Bezug auf ein Kapitel? Dann geben Sie hier Ihre übergreifende Rückmeldung.

Kommentare

Ein Teil der hohen Attraktivität der Stadt liegt phasenweise auch außerhalb der Stadtregion: Die Berge der Alpen und die Voralpenseen. Welche Antworten bietet die Stadtentwicklung, um die Belastungen, die dadurch für die Zielorte, das Klima u.a. entstehen, zu verringern?

Ich weiß nicht, ob ich das Thema übersehen habe, dann mögen Sie mir bitte verzeihen. Gerade die Pandemie hat gezeigt, dass das Existieren im Alter für (zu) viele Menschen nicht besonders lebenswert erscheint. Das umfasst eigene Aktivitäten, das „Gebrauchtwerden“, Kommunikation, eventuell benötigte Pflege, Mobilität und anderes. Hierin einen Schwerpunkt der Stadtentwicklung zu sehen, ist angesichts der älter werdenden Stadtgesellschaft ein Gebot der Stunde.

Mit dem zunehmenden Klimawandel ist besondes in der Stadt mit Beinträchtigung der Lebensqualität für Jung und Alt zu rechnen. Was nutzen dann neu gebaute Häuser, breite Radwege usw., wenn die Stadt überhitzt wird, weil nicht ausreichend Grünflächen und Bäume vorhanden sind? Hier ist ein massives Umdenken und Umsteuern in der Stadtplanung erforderlich.

Es fehlt ein klares Bekenntnis zur Verkehrswende mit konkreten Infratstrukturmaßnahmen und Handlungsoptionen.

Beispiel 1:
Die LH München schafft die Rahmenbedingungen dafür, dass bis 2035 die Zahl der zugelassenen PKW auf unter 400000 Fahrzeuge halbiert wird, um versiegelte Flächen zu renaturieren oder dem ÖPNV zur Verfügung zu stellen.

Beispiel 2:
Die Jahresgebühr für Anwohnerparken wird von 30 € auf 360 € angehoben, um die Abmeldung des PKWs zu erleichtern.

Beispiel 3:
Die LH München verlängert die U1 Olympia Einkaufszentrum - Fasanerie, die U3 Moosach - Untermenzing, U4 Arabellapark - Englschalking, U1 Mangfallplatz - Solln, U5 Laimer Platz - Freiham und U4 Willibaldstraße - Blumenau, um eine bessere Verknüpfung zwischen U-Bahn und S-Bahn im Außenbereich zu erreichen, damit die Innenstadtstrecken entlastet werden und der Verkehr entzerrt wird.

Beispiel 4:
Die Straßenbahn wird auf eine Netzlänge von 200 km ausgebaut und sämtliche Busse werden bis 2035 auf Elektroantrieb umgestellt. Die Stadtwerke München werden beauftragt die Stromversorgung durch Ökostrom sicherzustellen.

Auch Fahrräder, Lastenräder, Elektroroller benötigen Stellplätze. Vor allem wenn sie witterungsgeschützt abgestellt sein sollen. Leider sind diese Fahrgeräte oft rücksichtslos, chaotisch oder als Stolperfallen abgestellt.
Darum müssen an U/SBahnen und in der Innenstadt überdachte Abstellplätze her. Auch diese müssen kostenpflichtig sein, und nur dort darf abgestellt werden. Die Überdachung schützt die Fahrgeräte und bietet Ladestationen, ordentliche Abstellplätze erfreuen das Auge und verhindern Stolperfallen, zudem wir verhindert, dass Schrotträder die Stellplätze blockieren.
Für teure Fahrräder gibt es gesicherte Boxen mit Preisaufschlag, denn auch ein SUV soll ja mehr Gebühren bezahlen :))
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Viele Bürger:innen haben keine Möglichkeit um Gruppentreffen zu veranstalten, sei es nun für ihre Hobbyvereine oder Nachbarschaften. Wir brauchen ausgewiesene Räume, die die Interaktion von Bürgerinnen wieder unterstützt, den Zusammenhang und Austauschen innerhalb der Nachbarschaften und Bezirke stärkt und es Menschen erlaubt, ihre Hobbys nachzugehen.

Im ganzen Stadtbereich gibt es kirchliche Einrichtungen, wie insbesondere - aber nicht nur - Pfarrheime, die für solche Zwecke hervorragend geeignet sind. Sie sind sogar meist fußläufig erreichbar und stehen zu geringen oder gar keinen Kosten - auch für konfessionslose Bürger*innen - zur Verfügung. Wegen "zu geringer Nutzung" werden davon in den nächsten Jahren viele geschlossen. Wer sagt's den Menschen und bringt diese zusammen?

So wie sich die Bücherschränke in vielen Stadtteilen etabliert haben, sollten unbedingt auch Kreislaufschränke zur Verfügung gestellt werden. Das funktioniert derzeit z.B. ganz wunderbar in Bogenhausen