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Großbäume und Bürgertreff

Adresse: 
Maria-Nindl-Platz, 81927 Oberföhring Prinz-Eugen-Park München

Drei Großbäume erhalten am Maria-Nindl-Platz (Neubauquartier Prinz-Eugen-Park)
Für den Bau des 13er Bürger- und Kulturtreffs sollen am Hauptplatz des Quartiers drei Großbäume gefällt werden, obwohl der Platz groß genug für das Gebäude und die Bäume wäre. Die Bäume übernehmen an dieser Stelle - zwischen grauen Neubauten und zwei großen Straßen - wichtige Funktionen, sie produzieren Sauerstoff, spenden Schatten, filtern Ruß und Staub aus der Luft, regulieren den Wasserhaushalt, dienen der Artenvielfalt. Großbäume sind nicht nur wichtig für Stadtklima und Luftqualität, sondern wirken sich nachweislich (Studie: Helmholtz-Institut u.a.) positiv auf die psychische Gesundheit der Anwohner*innen aus. Nicht zuletzt prägen sie seit Jahren den Charakter des Ortes. Da aber das Baufenster für den 13er Treff im Bebauungsplan (vor 10 Jahren!) an der Stelle der Bäume eingezeichnet wurde und bereits viele Vorplanungen gelaufen sind, kann es nicht mehr auf die andere Seite verschoben werden. Laut Baureferat ist eine Befreiung vom Bebauungsplan "in dem Umfang nicht genehmigungsfähig". Es wäre also zu prüfen, ob das Bürgerhaus ohne Verschiebung an den Hügel mit den drei Bäumen angebaut bzw. außen herum gebaut werden könnte, so dass im ersten Stock eine Freifläche mit Bäumen entsteht, die für Erholung, Theater, Feste oder einen Biergarten genutzt werden könnte. Oder ob es eine andere gute Lösung für Bäume und Bürgerhaus gibt, die keine großen Verzögerungen oder Mehrkosten verursacht. (Der Bau hatte sich wegen anderer Gründe schon um 5 Jahre verzögert.) Die Bäume, das Stadtklima und unsere eigene Gesundheit sollten es uns wert sein.

Rückmeldung: 

Antwort der Verwaltung

Guten Tag Gast,

haben Sie vielen Dank für Ihren Beitrag. Wir freuen uns sehr, dass Sie sich mit dem STEP2040 beschäftigt haben.

Im nördlichen Bereich des Maria-Nindl-Platzes befinden sich drei Bäume. Im rechtsverbindlichen Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 2016 Cosimastraße, Salzsenderweg und Stradellastraße aus dem Jahr 2013 ist in diesem Bereich am Maria-Nindl-Platz eine Gemeinbedarfsfläche Bürgerzentrum mit einem dazugehörigen Bauraum sowie Kennwerten zum Maß der baulichen Nutzung festgesetzt. Die drei Bäume sind dabei hinweislich dargestellt, um auch transparent jeder Person aufzuzeigen, dass bei einer Umsetzung der möglichen Bebauung diese Bäume gefällt werden müssen.

Der Bebauungsplan mit der entsprechenden Situierung des Bürgerzentrum sowie der räumlichen Ausbildung des Maria-Nindl-Platzes wurde im Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung vom 05.12.2012 (VB) vorberaten und in der Vollversammlung am 19.12.2012 (Sitzungsvorlage Nr. 08-14/ V 10726) beschlossen. Bei der Erstellung der Beschlussvorlage und im Rahmen des Bauleitplanverfahrens wurde der örtliche Bezirksausschuss sowie die Öffentlichkeit mehrfach beteiligt.

Erst mit Antrag auf Baugenehmigung für den Bürger- und Kulturtreff auf der soeben angesprochenen Gemeinbedarfsfläche gab es diverse Anfragen und Anträge aus der Bewohnerschaft, mit dem Ziel des Erhalts der bestehenden Baumgruppe. Demgegenüber stand der Wunsch zum schnellstmöglichen Bau des Bürger- und Kulturtreffs, der verschiedene soziale, kulturelle und bürgerschaftliche Nutzungen für den gesamten Stadtteil realisieren wird. Zudem kann der Maria-Nindl-Platz als zentraler Platz und Quartiersmittelpunkt erst nach Fertigstellung des Gebäudes zu einem belebten Treffpunkt und Kommunikationsort realisiert wer-den.

Sowohl eine Verschiebung des Gebäudes auf die Platzfläche als auch ein Erhalt der Baum-gruppe haben sich in umfangreichen Prüfungen zu diesem späten Zeitpunkt des Planungsverfahrens jedoch als nicht realisierbar erwiesen. Am 10.02.2022 wurde der Bauantrag für den Bürger- und Kulturtreff genehmigt und auch der Fällung der drei Bestandsbäume zugestimmt.

Die Diskussion um Baumfällungen wird auch in Zukunft – im Zuge einer sich verändernden Stadt – Gewicht bekommen.
Der Erhalt von insbesondere alten Baumbeständen wird daher weiterhin bei jeder künftigen Planung umfassend geprüft und wo notwendig frühzeitig im Verfahren transparent dargestellt werden. Der Konflikt zwischen Erhalt von Baumbeständen und planungsbedingter Fällungsnotwendigkeit wird in Zukunft noch intensiver betrachtet werden. Jede potentielle Baumfällung und auch die Möglichkeiten für einen Erhalt der bestehenden Bäume sollen im Rahmen der künftigen Planungsvorhaben frühzeitig im Einzelfall geprüft werden.

Wir bedanken uns nochmals sehr herzlich für Ihren Diskussionsbeitrag zum STEP2040.

Hinweis: Die Rückmeldung wurde am 14. Juli 2022 um 10.00 Uhr eingestellt.

Hinweis: 

Hinweis der Moderation

Liebe Teilnehmende des Online-Dialogs,

die Ideengeber*innen der 15 Beiträge, die am meisten Zustimmung erhalten haben, lädt Stadtbaurätin Elisabeth Merk am 23. Mai ein, gemeinsam über ihre Ideen zu diskutieren.

Um den*die ursprüngliche*n Beitragsersteller*in zu dem Vorschlag kontaktieren zu können, bitte wir diese*n, sich auf der Plattform zu registrieren (https://www.muenchen-mitdenken.de/user/register) und sich anschließend per E-Mail an step2040@muenchen-mitdenken.de zu wenden. Wir ordnen den Vorschlag dann entsprechend zu.

Wir danken für die Aufmerksamkeit für die eingebrachten Vorschlägen und freuen uns auf die weitere inhaltliche Diskussion.

Viele Grüße,
Ihr Moderationsteam

Hinweis: Dieser Hinweis der Moderation wurde am 14. April 2022 um 12:26 Uhr eingestellt und zur besseren Sichtbarkeit im Ursprungsbeitrag platziert.

Kommentare

In der heutigen Zeit und auch in der Zukunft muß das Baureferat einfach flexibler und schneller werden.
An einem Bauplan , der vor 10 Jahren erstellt wurde, fest zu halten , ist nicht nachvollziehbar.
Was muss in der jetzigen dramatischen Umwelt-Situation noch passieren, bis die verschiedenen Ämter der
Stadtverwaltung entsprechend reagieren?

Die 3 grossen Bäume am zentralen Treffpunkt des Prinz Eugen Parks sollten unbedingt erhalten bleiben, dazu sollte von allen Verantwortlichen Ideen eingebracht werden um ein Nebeneinander des Kulturhausese und der Bäume zu ermöglichen.
Junge Bäume benötigen 40 bis 50 Jahre um diese Pracht zu erhalten, da sind die meisten Menschen nicht mehr unter uns.

Leider ist die Dichte an Bauten und die Menge an Beton erheblich. Offensichtlich stehen die Stadtplaner auf Beton. BIN DAFÜR DASS DIE BAEUME ERHALTEN BLEIBEN. Weniger Beton, mehr Natur.

Wie schon mehrfach erwähnt, Bäume in den Wohnungsbau integrieren. Laut einer Studie leiden Menschen mit Naturverbundenheit um 40 % weniger an Depressionen. Wir brauchen auch für unsere Psyche mehr Natur und keine Betonbauten mehr.

Bäume - besonders die großen - zu erhalten - braucht einen größeren Stellenwert im Baurecht! Gefällt sind sie schnell, nachwachsen erst in vielen Jahren!!!